Der Story-Feinschliff von YELLOW STONE

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Card Sorting kann helfen. Bier auch. 😉

Nachdem wir im Comic-Pitch für YELLOW STONE das erste Kapitel schon komplett vorgelegt haben, können wir nun ja direkt mit Kapitel 2 fortfahren. Richtig?

Nicht ganz. Statt sofort weiter zu rasen, haben wir die letzten Wochen genutzt, um die Geschichte von YELLOW STONE nochmal auf Herz und Nieren zu prüfen.

Story und Figuren unter der Lupe:

Zusammen mit Christopher Tauber (unserem Redakteur beim Zwerchfell Verlag) haben wir die Dramaturgie der Geschichte unter die Lupe genommen:

  • Passt die Abfolge der Kapitel / Szenen?
  • Verraten wir hier und da zu viel über die Hintergründe der Geschichte … oder zu wenig?
  • Was ist das grundlegende Thema der Geschichte und bleiben wir ihm treu?

Auch die handelnden Personen haben wir diskutiert.

  • Ist das Figurenkabinett komplett?
  • Sind die Reaktionen und Motive der Figuren stringent?
  • Wie stehen die Figuren zur Hauptthematik des Comics?

Wie wir vorgegangen sind:

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Telefon-Doodle während eines längeren Telefonats mit Dave.
  1. Sobald klar war, dass wir einen Verlag für den Comic finden würden, habe ich begonnen die Story-Outline aus dem Pitch nochmal grundlegend weiter zu entwickeln. Das heißt, ich habe durchaus Kapitel umgeschrieben, Szenen versetzt und neue Figuren hinzugefügt – ein erster Rough Cut sozusagen.
  2. Im nächsten Schritt haben Dave und ich dann mehrmals mit dem Verlag telefoniert und den Rough Cut, aber auch die Unterschiede zur alten Pitch-Outline diskutiert. Am meisten Zeit haben wir darauf verwendet, mit Christopher über die Hintergründe und Motive der Figuren zu sprechen und die Dramaturgie des Finales zu überarbeiten.

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    Vorbereitung für das Storyboard: Wir wollten genau wissen, was auf jeder Seite passiert.
  3. Nachdem wir durch die Telefonate einen Stand erreicht hatten, mit dem alle zufrieden waren, sind Dave und ich nochmal in Klausur gegangen. Ein Wochenende haben wir uns bei mir eingeschlossen und sind nochmal jede einzelne Seite durchgegangen – von Kapitel 1, Seite 1 bis zum Epilog. Ziel war es dabei, heraus zu finden, über wie viele Seiten sich die Story bzw. einzelne Szenen nun konkret erstrecken und das Storyboard vorzubereiten.
  4. Aus dem Klausur-Dokument entwickelt Dave aktuell ein Grob-Storyboard. Das Grob-Storyboard soll uns die Gelegenheit geben, den Comic einmal in Gänze durchblättern zu können. Dadurch wollen wir ein Gefühl dafür bekommen, ob der Erzählrythmus die richtige Geschwindigkeit hat. Auch für das Schreiben der neuen Kapitel und Dialoge wird uns das Storyboard eine große Hilfe sein.

Man sieht: Wir lagen nicht auf der faulen Haut.

Hat der Verlag alles umschreiben lassen?

Und wer jetzt denkt „au weia, jetzt hat der Verlag bestimmt die Story umschreiben lassen und wegen des Wahlkampfs Merkel eingebaut“ …

Keine Sorge! Wir sind mit dem Zwerchfell Verlag glücklich, da er uns hilft YELLOW STONE noch spannender zu machen. Das Feedback und die Tipps von Zwerchfell waren dabei immer „Kann“ und kein „Muss“, denn wie Christopher einmal am Telefon sagte:

„Wir wollen keine kantenlose Minimalkonsens-Geschichte. Es ist euer Comic, deswegen muss er auch eure Handschrift tragen!“

Fazit: Der Story-Feinschliff hat sowohl der Geschichte als auch Dave und mir gut getan. Und Spaß hatten wir auch … (siehe unten)
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Als weiterer Beweis hier noch eine Gesangseinlage von Dave und mir: 😎

Baby it’s Storyboard-time with @herrscheffel! #YellowstoneComic

Ein Beitrag geteilt von Philipp Spreckels (@philippspreckels) am

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