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Der Comic-Pitch für YELLOW STONE

Freunde und Bekannte fragen mich in letzter Zeit immer wieder. „Hey cool, dass ihr einen Verlag gefunden habt. Wann kann ich den Comic YELLOW STONE denn nun im Laden kaufen?“ Oft steckt dahinter das Missverständnis „ihr seid jetzt ja fertig, dann muss der Comic doch nur noch gedruckt werden.“

Panel aus Comic Pitch

Ein Panel aus unserem Comic-Pitch-Reader

Tatsache ist: Der Pitch für den Comic ist abgeschlossen und hat den Zwerchfell Verlag überzeugt. Das heißt aber noch lange nicht, dass Dave und ich uns nun zurücklehnen können. Im Gegenteil – die Arbeit fängt jetzt erst richtig an. 🙂

Aber lasst mich euch erstmal erklären, was das überhaupt für ein Pitch war, den wir für die Verlage gemacht haben:

Der Comic Pitch

In der Comic-Branche – wie auch beim Film – ist es üblich, zunächst seine Idee zu pitchen. Im Wesentlichen geht es bei diesem Pitch darum, den Verlagen – beim Film wären es die Produzenten – die eigene Idee zu verkaufen. Der Pitch ist meist sehr kurz gehalten, da Verlage und Produzenten nur selten Zeit haben, sich auf umfangreich ausgearbeitete Werke einzulassen. Sprich: Entweder sie sind schnell Feuer und Flamme für das präsentierte Projekt oder man bekommt ein höfliches „wir rufen Dich an“ zu hören. Im Comic ist es sogar noch wichtiger kein komplett finales Projekt abzuliefern, denn – so hat es mir damals auch der Comicredakteur Michael Groenewald von Reprodukt im Interview bestätigt – ist der Comic erst einmal geinked, koloriert und gelettert, kann der Verlag nicht mehr eingreifen. Der Pitch muss also gerade soweit ausformuliert sein, dass man erkennt wie der fertige Comic dereinst aussieht und wird, aber nicht mehr.

Der Pitch für unseren YELLOW STONE Comic bestand aus zwei Dateien:

Story-Dokument

  • Elevator Pitch: Im sogenannten „Fahrstuhl Pitch“ versucht man seine Idee auf maximal zwei Sätze herunter zu brechen, denn theoretisch hat man nur diese zwei Sätze Zeit, wenn man mit einem Produzenten im Fahrstuhl mitfährt. Entweder das, oder man drückt den Notfall-Knopf. 😉
  • Hinzu kamen weitere, kurze Absätze zu den Themen Zielgruppe (Wer sollte den Comic kaufen? Welche Genre-Fans sprechen wir an?), Format (Was sind unsere Vorstellungen über Koloration, Größe, Seitenanzahl und Format?) und Macher (Wer sind die Macher? Haben die bereits Erfahrungen im Bereich Comic?).
  • Synopsis: Zusätzlich haben wir eine einseitige Synopsis der kompletten YELLOW STONE-Story abgeliefert. Ganz wichtig dabei: Die Synopsis soll nicht nur die Prämisse der Geschichte enthalten, sondern auch einen Überblick darüber gibt, was in den weiteren Kapiteln passiert und wie die Geschichte endet. Da man auf einer Seite nicht alles unterbringen kann, ist es üblich sich bei der Synopsis auf die Hauptstory zu konzentrieren und etwaige Nebenstränge zu ignorieren.
  • Complete Outline: Eine längere (bei uns 3 ½-seitige) Ausgestaltung der Story. Wenn dem Redakteur die Synopsis gefallen hat, soll er auf diesen Seiten tiefer in die Story eintauchen können.
  • Skript (optional): Je nachdem, wie stark der Reader ausgestaltet ist (siehe unten), macht es Sinn zusätzlich noch das Skript für ein oder mehrere Kapitel des Comics beizulegen. Hier geht es darum zu beweisen, dass man Dialoge schreiben kann und ein Gefühl für den Erzählrhythmus besitzt.

Comic-Reader

Fertige Seiten aus dem Comic Pitch

Einige Seiten aus dem YELLOW STONE-Reader

Zusätzlich zum Textdokument haben wir einen Comic-Reader produziert. Dieser bestand aus:

  • Cover
  • Titelblatt
  • Und dem ersten Kapitel von YELLOW STONE. Also 16 Seiten komplett
    • geinked (also nicht nur Bleistiftzeichnungen) und
    • gelettert (Schrift in Sprechblasen gesetzt)
    • 7 Seiten hatten wir zusätzlich koloriert, da der Comic YELLOW STONE später auch im Innenteil vollfarbig werden soll.
  • Während das Story-Dokument den Verlag davon überzeugen sollte, dass unsere Idee gut war, sollte der Reader ihm zeigen, dass wir unsere Idee auch umsetzen können. Das wir nicht nur interessante Synopsen schreiben können, sondern auch spannende Dialoge. Das wir nicht nur komplexe Settings und Charaktere brainstormen können, sondern auch in der Lage sind, diese grafisch umsetzen.

Diesen Pitch haben wir dann an die Verlage geschickt. Und dann kann man nur abwarten und hoffen, dass einer anbeißt.

Und wie ihr wisst, hat es geklappt. 🙂 Der Comic YELLOW STONE wird im Zwerchfell Verlag erscheinen.

To be continued

Das nächste Mal erzähle ich euch mehr über unsere Aktuelle Arbeit an der Story und die Zusammenarbeit mit Zwerchfell.

Rückblick Comic Con Germany

Comic Con Germany, es war uns eine Freude, dass wir Teil eures bunten Haufens in der Zeichnermeile sein durften. Viel konnten wir leider nicht sehen, aber wir haben dafür umso mehr nette Leute getroffen.

Vielen lieben Dank geht auch an Stefan und Christopher vom Zwerchfell Verlag, mit denen wir uns erstmals in 3D getroffen haben und bei Zigarette und Cappuccino die nächsten Schritte für das Storykonzept und die grafischen Arbeiten von YELLOW STONE geplant haben.

Danke auch an alle die uns besucht haben. Die sich Drucke von Dave mitgenommen haben. Die unseren Comic unterstützen. An unsere „Highlighterin“ Solly. Und viele, viele mehr… 😊

Hier ein paar Impressionen aus Stuttgart:

YELLOW STONE erscheint beim Zwerchfell-Verlag

Hauptcharakter Noah isst Hotdog

Mhh Zwerchfell, das gefällt auch unserem Hauptcharakter Noah.

Der ein oder andere von euch wird bereits gemerkt haben, dass die YELLOW STONE-Posts von Dave und mir bei Facebook, Instagram und Twitter wieder zunehmen …

Ist da was im Busch?

… werdet ihr euch gefragt haben.

Und wie!

Jetzt können wir es auch euch verraten:

YELLOW STONE wird beim deutschen Independent-Comicverlag „Zwerchfell“ erscheinen. #wohoo!

Was heißt das genau?

Konkret bedeutet das, dass Dave und ich ab sofort mit Zwerchfell zusammen daran arbeiten, unseren YELLOW STONE-Traum in die Realität umzusetzen. Es wird im Moment also eine Menge gefeilt, geschliffen, diskutiert und analysiert. Dazu später mehr.

Zwerchfell?

Covertest Yellowstone ComicZwerchfell existiert bereits seit 25 Jahren. Auf seiner Website schreibt der deutsche Independent Verlag, dass er „neue, aufstrebende Talente“ fördert und „innovative Projekte“ realisiert, „an die sich andere Häuser nicht heranwagen.“ Das war uns natürlich gleich sympathisch. 😊

Ein paar Titel, die bei Zwerchfell erscheinen sind: Die Pfeffer Chroniken (Fantasy), Survivor Girl (Horror Parodie), Das Nichts und Gott (Satire / Philosophie), Das Leben ist kein Ponyhof (Webcomic), Punch Drunk (Coming of Age).

Yellow Stone?

Wenn euch YELLOW STONE noch nichts sagt, dann schaut doch mal in unserem Making-of Bereich vorbei, lest euch den Klapptentext durch oder schaut euch das Video von Treetop Media an.

To be continued …

How I got the idea for the comic YELLOW STONE

North Rhine-Westphalia is not Wyoming and Germany not the USA. So why do a comic about Yellowstone if it is so far away?

Because I’ve been there.

Going abroad / getting the idea

In 2002/2003 I went abroad to the United States as an exchange student. While I spent most of my months in Buffalo NY (go Bills!), I had the opportunity to travel to some interesting places: Boston, Maine, New York City, Washington D.C. … and yes, Yellowstone!

With a bunch of other exchange students I witnessed the beauty of Yellowstone National Park: it’s Geysers and hot wells, Buffalos crossing the road, thundering waterfalls and high mountains.

Inside a geological museum I first heard about the sleeping supervolcano underneath Yellowstone. It was this danger of another eruption and what it could mean to the U.S. (and even the world) that captured my imagination. The first seed was planted.

 

 

 

 

Back in Germany / worldbuilding

Years passed. I went back to Germany, finished school and went to Münster to study English and History. Since tinkering with fiction is one of my hobbies (hello pen & paper RPG!), I sometimes went back to that YELLOW STONE idea. At this stage, there was no story, just worldbuilding. At one time, it wasn’t even science fiction but alternate history – 09/11 not as a terrorist attack but as a volcanic tragedy. Over the years one thing became more and more clear: It would be a story about a post-apocalyptic society. I didn’t want to tell a story about people escaping Armageddon but rather how Armageddon changed the surviving society. To compare it with Roland Emmerich’s movie “2012”: What happens after those well-armed, high-tech, western refugees get to Africa? How would the remaining Africans react? That’s what got me, not the other 99% of the movie.

In the summer of 2015 the world building got more and more detailed. But it wasn’t until I teamed up with Dave in January 2016 that our main character Noah took form.

YELLOW STONE: Jump into the unknown

While finishing up the first chapter of YELLOW STONE, my partner in crime postet quite a few teasers on Instagram. Teasers, I wouldn’t want to hide from you guys.

1. Sometimes you have to jump into the unknown.

2. What’s all the fuzz about?

3. Waking up and there is nothing in the fridge…

4. First Page preview!

5. What happened at Yellowstone?

YELLOW STONE: Dave is on the move

dave-cafe-instagram-yellowstone

This time it’s Dave (the artist of YELLOW STONE) at the mic talking about his working process: 

„Time to get this monster done. YELLOW STONE in the making, ideas becoming real.

Portrait of Dave ScheffelNoah’s journey is my journey

Noah’s journey is also my journey. Our main character Noah, is in the move, and so am I. Moving and packing things is currently my everyday work. I’m in the move like Noah, reaching out to new adventures, trying to start a new life in another city, getting new inspirations.

The city is my studio

Storyboard and inking-time is quite fun for me. I get my inspiration in bars, cafes and other places I can sit and draw. My workplace at home gives me headaches, the internet is screaming for attention and it is quiet there. Drawing a comic whose main plot is about ordinary people we met every day needs to be done where people gather, in public. So if you want a quick glimpse of an everyday illustrator’s life, keep an eye out to spot them (or me) in cafes, bars or everyday places.“

Yellow Stone: storyboard

Yellow Stone: storyboard of the first chapter